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Stellt am Samstag und Sonntag im Rathausgewölbe aus: der Münchener Maler Franz Ruzicka. Foto: Düll

Der Maler Franz Ruzicka zeigt einen Querschnitt seines Schaffens

Weltweit Beachtung erlangt

ROTHENBURG – Der Münchener Maler Franz Ruzicka ist dieserorts kein Unbekannter. Bereits in den frühen Neunzigerjahren stellte er seine farbenrauschend sinnlichen Gemälde in der Tauberstadt aus. Inzwischen findet er über die Kunstszene an der Isar hinaus internationale Beachtung. Am Wochenende wird er einen Querschnitt seines Schaffens im Rothenburger Rathausgewölbe präsentieren.

Einige seiner Werke werden von einem bekannten Kunstdruckverlag vertrieben. Ein Poster von einem Bild Ruzickas schaffte es in der Bestenliste der weltweit meistverkauften Kunstdrucke bereits einmal bis unter die „Top 20". So seien Sammler im In- und Ausland auf ihn aufmerksam geworden, darunter Spitzensportler, allseits bekannte Schauspieler und Popmusiker.
Auch als Brillen-Gestalter erlangte Franz Ruzicka Popularität. Für seine Designer-Kollektion hat er eine international angesehene Auszeichnung erhalten. Pressefotos zeigen einen Superstar wie den Hollywood-Darsteller Jeff Goldblum mit der Sonnenbrille des Künstlers.

Franz Ruzicka, der 1958 in Dachau geboren wurde, führten familiäre Bande nach Rothenburg. Seine Schwester, die von vielen in herzensvoller Erinnerung bewahrte Anneliese Strobl, lebte hier. Unter den Kunstliebhabern der Stadt fand der Münchener schon früh seine Fans. So finden sich einige seiner Originale zum Beispiel in einer Arztpraxis. Große Resonanz erfuhr eine Ausstellung Ruzickas in der Kunsthandlung Geißendörfer. Seitdem sind 13 Jahre ins Land gezogen.

Dem Wesen des Menschen geht Ruzicka in seiner Malerei nach. Seine Bilder bewegen sich zwischen Figürlichkeit und Abstraktion, zwischen Akt(en) und der Auflösung der äußeren Anmut in eine Ästhetik des puren Gefühls.
Seine Kunst ist ein Gegenentwurf zu einer von Rationalität beherrschten Welt. Die Zeit lässt seine Malerei hinter sich. Sie ist nie schwer, bei aller tiefen Empfindung auch hell und für den Betrachter inspirierend. Gestalt und Geist wirken befreit wie im Fluge eines schönen Traumes.

Es ist eine zutiefst humane Botschaft, die aus Franz Ruzickas Kompositionen spricht. So war es nur konsequent, dass er auf die Terror-Anschlägen vom 11. September 2001 nicht mit Resignation, sondern mit einer Friedensbotschaft reagierte. Als viele vom Krieg sprachen, schuf er eine Bilderserie mit dem Titel „Zeichen der Hoffnung“. Darin interpretierte er Nationalflaggen neu, indem er Sterne in Friedenstauben verwandelte. Viele der angeschriebenen Staatschefs und Königshäuser sowie der Vatikan und die Vereinten Nationen reagierten mit Antwortschreiben, in denen sie die künstlerische Initiative würdigten .

Franz Ruzicka ist weit gereist. Schon Ende der Achtzigerjahre besuchte er zu Studienzwecken ein Indianerreservat in Nordamerika. Er hat in New York, in Los Angeles, aber auch in europäischen Metropolen wie Wien ausgestellt.
Bei seinem leider nur kurzen Abstecher nach Rothenburg will er unter anderem auch Papierbilder zeigen, die bei Aufenthalten auf den verschiedenen Kontinenten entstanden sind. Zu sehen seien ferner auch großformatige Acrylbilder auf Leinwand und Nadelfilz. Letztere sind mit einer speziellen, stilbildenden Technik verbunden. Dabei walzt der Künstler seine Motive auf die Flächen und experimentiert mit Formen.

Die Ausstellung im Rathausgewölbe ist am Samstag, 16. September, und am Sonntag, 17. September, von jeweils 11 bis 19 Uhr geöffnet.

hd, 15.09.2006


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Kurz gemeldet

Betrug im Internet

Fast 5000 Euro wurden einer Frau aus dem Altlandkreis unberechtigt vom Konto abgebucht, nachdem Unbekannte ihre Transaktionsnummern ausgespäht hatten, die für Bankgeschäfte über das Internet notwendig sind. Die 49-Jährige wurde beim Online-Banking aufgefordert, „zu Sicherheitszwecken“ 20 Transaktionsnummern einzugeben. Sie wurde nicht miss­trauisch und kam der Aufforderung nach. Nun wurden ihr bei fünf Überweisungen insgesamt rund 4700 Euro unberechtigt vom Konto abgebucht.

 

Arbeitslosenquote

Leicht angestiegen, wie überall im Bereich der Arbeitsagentur Ansbach zum Ende August, ist auch für Rothenburg und Umgebung die Arbeitslosenquote. Sie liegt jetzt nach 2,9 Prozent im Juli bei 3,1 Prozent und hat damit den zweitniedrigs­ten Wert im regionalen Vergleich. Nur in Neustadt/Aisch ist sie mit 3,0 Prozent noch niedriger. Im gleichen Monat des Vorjahres hatte die Erwerbslosenquote in Rothenburg noch 4,0 Prozent betragen. Auch im Arbeitsmarkt der Tauberstadt schlägt sich die konjunkturelle Erholung nieder. Der leichte Anstieg zuletzt gilt als saisonüblich. Es ist Urlaubszeit und wenige Firmen stellen da ein. Betriebliche und schulische Ausbildungen sind abgeschlossen und junge Leute melden sich auf der Suche nach einer Stelle erst einmal arbeitslos.

 

Riskantes Überholmanöver

Auf der Staatsstraße 2419 bei Diebach löste am Montag, gegen 7.20 Uhr, ein unbekannter Motorradfahrer einen Unfall aus. Ein 26-Jähriger befuhr die Staatsstraße in Richtung Schillingsfürst. Ihm kam ein silberner VW-Golf der 4er-Baureihe entgegen. Der Golf wurde von dem Motorradfahrer überholt. Um einen Frontalzusammenstoß zu vermeiden, ist der 26-Jährige mit seinem Auto nach rechts ausgewichen und mit einem Leitpfosten kollidiert. Dabei wurde sein Fahrzeug beschädigt. Die Polizei sucht hier auch den Golf-Fahrer als Zeugen. Hinweise sind unter Telefon (09861) 971-0 erwünscht.

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